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Dachstuhlbrand im Ortszentrum von Reichenthal am 7. Dezember 2021: Löschangriff mit der Teleskopmastbühne

Fortsetzung der Festschrift

Chronik
FF Reichenthal

2013 – 2026

Vom 125-Jahr-Jubiläum bis heute: Landesbewerb, Bau des neuen Feuerwehrhauses, Kommandowechsel, Corona, Digitalfunk und eine Feuerwehrjugend, die wieder wächst.

Fortsetzung der Festschrift „125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Reichenthal 1888–2013“ · Quellen: Protokolle der Kommandositzungen und Jahreshauptversammlungen, Feuerwehrzeitungen 2019–2025 · Stand: Oktober 2026 · Titelbild: Dachstuhlbrand im Ortszentrum, 7. Dezember 2021, Foto: © TEAM FOTOKERSCHI.AT / BAYER

Zwischen Jubiläum und Gegenwart

Überblick

Die Festschrift „125 Jahre FF Reichenthal“ endet im Jubiläumsjahr 2013. Seither hat sich die Feuerwehr stärker verändert als in vielen Jahrzehnten davor: Die Wehr war Mitveranstalter des Landesfeuerwehrleistungsbewerbs 2015 in Hirschbach, plante und baute von 2014 bis 2018 ihr neues Feuerwehrhaus und übergab das Kommando 2018 an eine neue Generation.

Danach prägten Corona, der Digitalfunk, Sturm-, Hochwasser- und Brandeinsätze, der Aufbau einer neuen Feuerwehrjugend und ab 2019 die jährliche Feuerwehrzeitung das Bild. 2024 richtete die FF Reichenthal den Abschnittsbewerb aus, 2025 half sie beim Marktfest „75 Jahre Markterhebung“.

Diese Chronik fasst die wichtigsten Ereignisse Jahr für Jahr zusammen – bis zum Herbst 2026.

138Einsätze von 2019 bis 2025
≈ 20Einsätze pro Jahr im Durchschnitt (2019–2025)
32Einsätze 2020 – das einsatzreichste erfasste Jahr
954Einsatzstunden von 2021 bis 2025
110Feuerwehrleute aus 11 Wehren beim Dachstuhlbrand 2021

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2013 – 2018

Vom Jubiläum zum neuen Feuerwehrhaus

2013125 Jahre

Im Jubiläumsjahr wurde das Kommando bei der Wahl bestätigt, neu besetzt wurden die Funktionen des Schriftführers (Dominik Hainzl) und des Kassiers (Martin Preslmayr). Die Jahreshauptversammlung fand am 9. März statt, 57 Kameraden nahmen teil. Im Sommer feierte die Feuerwehr das Jubiläumsfest zum 125-jährigen Bestehen; die Festschrift entstand unter der Federführung von Josef Tröbinger.

Das Einsatzjahr brachte 3 Brandeinsätze und 15 technische Einsätze, darunter mehrere Hochwassereinsätze im Frühsommer. Neue Funkgeräte wurden eingebaut, die Homepage wurde neu aufgebaut, im Herbst fand erstmals eine von Christoph Prückl organisierte Funkübung statt (rund 50 Teilnehmer). Reisinger Wilhelm, Andreas Gierer und Harald Lepschy legten das Atemschutz-Leistungsabzeichen in Gold ab.

Zwei Weichenstellungen für die folgenden Jahre fielen schon 2013: Im September sagte die FF zu, Mitveranstalter des Landesbewerbs 2015 in Hirschbach zu werden. Und nach einer Begehung des Zeughauses stand fest, dass sich eine Renovierung nicht mehr lohnt – empfohlen wurde ein Neubau. Auch die Jugendarbeit wurde neu aufgestellt: Eine Arbeitsgruppe „Jugend“ entwickelte Ideen zur Mitgliederwerbung, die Jugend erhielt T-Shirts, Trainingsanzüge und Jacken.

Die Mitglieder der FF Reichenthal im Jubiläumsjahr 2013
Die Mitglieder der FF Reichenthal im Jubiläumsjahr 2013
2014

Die Jahreshauptversammlung am 15. März im Gasthaus Preinfalk zeichnete vier Kameraden mit Beförderungen aus, ehrte Mitglieder für 25, 40, 50 und 60 Jahre und bestätigte die Kassenprüfer. Im Frühjahr wechselte das Bürgermeisteramt: Mit Karin Kampelmüller hat die Gemeinde seither eine Bürgermeisterin; Karl Jaksch, der langjährige Bürgermeister und Feuerwehrkamerad, wurde 2015 für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Im Bezirk wurden Bezirks- und Abschnittsfeuerwehrkommandanten neu gewählt.

Die FF stellte den Maibaum auf und überließ das „Maibaumfest“ der jungen Bewerbsgruppe. Zu den Einsätzen zählten die Bergung einer bewusstlosen Person in Viehhöf, die Türöffnung bei einer bewusstlosen Person, die Bergung eines überschlagenen Autos bei der Hammermühle, Verkehrsunfälle auf der Summerauer Straße und in Reichenthal sowie Hochwassereinsätze. Bei der Technischen Hilfeleistungsprüfung am 31. Oktober legten 3 Kameraden das Abzeichen in Bronze, 5 in Silber und 16 in Gold ab. Die Herbstübung am 18. Oktober (Annahme: Brand im Mühlenmuseum) besuchten 24 Reichenthaler, insgesamt waren 52 Feuerwehrleute im Einsatz.

Im Februar wurde der Plan eines gemeinsamen Gebäudes mit dem Gemeindeamt diskutiert; im September kam ein klarer Brief des Landes: In Frage kommt nur ein Neubau des Feuerwehrhauses. Die Feuerwehr gründete ein Komitee, die Gemeinde trat als Bauträger auf. Der Feuerwehrausflug führte am 11. und 12. Oktober als Zweitagesausflug in die Steiermark.

2015

Mit dem Landesfeuerwehrleistungsbewerb am 10. und 11. Juli 2015 in Hirschbach stemmte die FF Reichenthal gemeinsam mit den Nachbarwehren eine Großveranstaltung. Die Bilanz: 197 Dienste wurden besetzt, 123 Helfer stellte die FF Reichenthal (davon 73 eigene Mitglieder), insgesamt waren rund 750 Helfer im Einsatz und 17.000 Liter Bier wurden ausgeschenkt.

Nach der Florianimesse im Mai fand ein Florianifrühschoppen statt – der Beginn einer Tradition, die heute ein Fixpunkt im September ist. Weitere Höhepunkte: Räumungsübung im Kindergarten (24. April, Annahme verrauchtes Obergeschoss), Besichtigung des Betriebes Hochreiter, das Funkleistungsabzeichen in Bronze für vier Kameraden und das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold für Herbert Preinfalk. Zu den Einsätzen gehörten unter anderem die Bergung eines Müll-LKW in Schwarzenbach, ein Verkehrsunfall in Eibenstein und der Brand der Holzmühle in Stiftung. Seit 1. Jänner 2015 gilt das neue OÖ. Feuerwehrgesetz, Einsätze, Geräte und Übungen müssen im Verwaltungsprogramm Sybos erfasst werden.

Beim Feuerwehrhaus ging es nun Schlag auf Schlag: Architekt Pointner wurde ausgewählt, im Mai sagte das Land mündlich die Waschbox zu, im September wurde der Vorentwurf präsentiert, am 17. September 2015 fand die Spatenstichfeier mit der Musikkapelle statt. Am 14. Dezember folgte die Bauverhandlung.

2016

Bei der Jahreshauptversammlung am 19. März (36 Mitglieder) wurde Daniel Artmayr angelobt, Harald Lepschy übergab das Amt des Atemschutzwartes an Lukas Preinfalk und Philipp Wagner; Daniel Kreuzer übernahm den Feuerwehrmedizinischen Dienst. Eine Feuerwehrjugend war zu diesem Zeitpunkt nicht aktiv – ein Problem, das das Kommando in den Folgejahren konsequent anging. Im Sommer sorgten Starkregen und Hochwasser (Lebensräume-Wohnhaus, Steingarten) für Einsätze, dazu kamen Sturmschäden und Fahrzeugbergungen. Die Wärmebildkamera wurde in Dienst gestellt und mit eigenen Kameraden geschult.

Im Juli lagen die Angebote für das neue Feuerwehrhaus vor. Im August musste das Projekt angepasst werden: Das Haus wurde um 57 m² kleiner, und das Kommando beschloss eine umfangreiche Eigenleistung der Feuerwehr. Am 6. September fand die Bauverhandlung statt, Baubeginn war in der Kalenderwoche 39. Am 4. November informierte das Kommando 27 Kameraden bei einer Versammlung über das Projekt. Der alte Spritzenwagen wurde als Leihgabe dem Mühlenverein zugesagt, der Weihnachtsmarkt im Mühlendorf blieb ein fester Termin. Für die Zukunft meldete die FF den Abschnittsbewerb in Reichenthal an.

2017

Das Jahr stand ganz im Zeichen des Bauens: Bis zum Frühling waren Stemm- und Verputzarbeiten sowie Fenster und Tore fertig, im Sommer folgten Estrich, Akustikdecken und die Außengestaltung. Schon im Frühjahr waren über 1.000 Eigenleistungsstunden geleistet. Die Kameraden arbeiteten laufend mit – etwa bei Rigipswänden, bei der Montage von Türen und Fensterbänken und bei der Einrichtung der Räume. Am 17. September fand der Florianifrühschoppen erstmals im neuen, noch nicht fertigen Feuerwehrhaus statt.

Im Einsatzgeschehen standen mehrere Fehlalarme der Brandmeldeanlage der Firma Hochreiter im Mittelpunkt – der Gemeinderat beschloss, sie künftig nach Aufwand zu verrechnen. Bei einem Küchenbrand (Bienenwachs auf dem Herd) rückten 10 Reichenthaler aus, insgesamt waren 31 Feuerwehrleute im Einsatz. Der ORF-Wandertag im Herbst wurde mit einem Lotsendienst unterstützt (175 Arbeitsstunden). Eine Gasschulung bei der Firma Hochreiter (12. Oktober) und eine C-Fahrer-Schulung (18. November) rundeten das Ausbildungsjahr ab.

Im Hintergrund lief bereits die Suche nach Nachfolgern für das Kommando und nach einem neuen Jugendbetreuer – sie führte zur Wahl im März 2018.

2018Neues Kommando

Kommandowechsel: Bei der Jahreshauptversammlung am 10. März 2018 trat das gesamte Kommando zurück. Unter dem Vorsitz von Bürgermeisterin Karin Kampelmüller wurden gewählt: Daniel Weichselbaum zum Kommandanten, Herbert Preinfalk zum Stellvertreter, Rudolf Hainzl zum Schriftführer und Lukas Preinfalk zum Kassier. Andreas Gierer übergab das Amt nach zehn Jahren als Kommandant und blickte in seiner Rede auf diese Zeit zurück; er wurde später zum Ehren-Hauptbrandinspektor ernannt, Gerhard Pötscher zum Ehren-Oberbrandinspektor. Jugendbeauftragter wurde Dominic Weichselbaum, Philipp Wagner übernahm das Amt des Gerätewartes.

Der Gefahren- und Entwicklungsplan (GEP) des Landes stufte die Wehr im Juni als Pflichtbereichsfeuerwehr der Klasse 2 ein; künftig stehen ihr ein TLF-A und ein Kommandofahrzeug zu, das LFB wird nicht mehr nachgekauft. Beschafft wurden unter anderem ein Gasspürgerät, ein 50-kVA-Notstromaggregat für das Feuerwehrhaus, neue Helme und ein neues Feuerwehr-Logo. Zur Gewinnung neuer Mitglieder startete der Plan „Jugend neu“ mit Schulbesuchen, Vorträgen und einer Schulräumübung am 3. Juli. Bei der Herbstübung am 20. Oktober am Gelände der Firma Hochreiter (Annahme Dachbrand, Teleskopmastbühne aus Zwettl) waren insgesamt 58 Feuerwehrleute im Einsatz.

Am 11. August 2018 übersiedelte die Feuerwehr in das neue Feuerwehrhaus; das Eröffnungsfest „FIREFIST“ rund um den 9. September mit Live-Musik, Feuerwehrshow und Festakt samt Feldmesse wurde zu einem großen Erfolg. Im November wurde das alte Depot geräumt und der Abbruch weitgehend abgeschlossen. Am 2. November dankte die Feuerwehr ihren Helfern bei einem Helferfest im neuen Haus. Beim Landesbewerb am 7. Juli trat die Bewerbsgruppe zum Leistungsabzeichen in Bronze an. Am 31. Dezember zählte die Wehr 163 Mitglieder.

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2019 – 2026

Neues Kommando, neue Aufgaben

2019

Bei der Jahreshauptversammlung am 16. März wurden Andreas Gierer (E-HBI) und Gerhard Pötscher (E-OBI) mit Ehrendienstgraden ausgezeichnet, außerdem wurden Mitglieder für 25 und 60 Jahre geehrt. Das Einsatzjahr war ruhig: 19 Einsätze, vor allem LKW- und PKW-Bergungen im strengen Winter. Dazu kamen Wassertransporte, Wespennester und Fehlalarme von Brandmeldeanlagen. Bei der Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung erwarben 11 Kameraden ein Abzeichen (6 in Gold), 17 Mitglieder besuchten einen Erste-Hilfe-Kurs. Die FF stellte den Maibaum auf, der Wandertag führte am 7. April auf den Feuerwehr-Erlebnisweg in Sandl, der Ausflug am 21. September zum Kraftwerk Ybbs-Persenbeug und nach Spitz an der Donau, der Frühschoppen fand am 8. September statt. Die Jugend nahm beim Ferienprogramm an einem Tag der Feuerwehr teil (Besuch der Feuerwache Nord in Linz) und wurde neu eingekleidet.

Zum Jahreswechsel erschien die erste Feuerwehrzeitung („Jahresrückblick 2019“), die seither jedes Jahr an alle Haushalte geht. Die Abrechnung des Feuerwehrhauses schloss genau im geplanten Finanzrahmen ab – Land OÖ, Marktgemeinde und Feuerwehr (mit rund 2.500 Arbeitsstunden) teilten sich die Kosten. Mitte des Jahres begannen die Bezirksschulungen für den Digitalfunk.

LKW-Bergung im Winter 2019
LKW-Bergung im Winter 2019
Maibaumaufstellen 2019
Maibaumaufstellen 2019
Die Feuerwehrjugend im neuen Feuerwehrhaus
Die Feuerwehrjugend im neuen Feuerwehrhaus
2020

Corona bestimmte das Jahr: Die Jahreshauptversammlung und viele Übungen mussten abgesagt werden, das große Marktfest fiel aus. Die Feuerwehr half bei der Verkehrsregelung am Altstoffsammelzentrum im Lockdown, versorgte die Schule mit Masken und unterstützte die Massentests. Mit 32 Einsätzen war es dennoch ein einsatzreiches Jahr: Im Februar rückten die Kameraden siebenmal wegen Sturmschäden aus, am 15. Februar gab es mit den Feuerwehren Königschlag und Schenkenfelden einen Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person, im Sommer folgten Starkregen- und Dacheinsätze im Steingarten, im Oktober eine Dieselspur durch den Ort.

Am 1. Juni 2020 stellte die Feuerwehr auf den digitalen Bündelfunk (BOS) um – die Florianstation und alle Fahrzeugfunkgeräte waren dank der Vorbereitung beim Neubau schnell umgebaut. Der Wandertag musste auf den 17. Oktober (10-Mühlen-Wanderweg) verschoben werden. In der Jugend legten drei Jugendliche am 3. Oktober den Wissenstest in Bronze ab, erstmals mit Handy-App. Elisabeth Gruber wurde einsatzberechtigt – wieder eine Kameradin im Aktivstand. Am Jahresende zählte die Wehr 163 Mitglieder.

Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung
Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung
Das Tanklöschfahrzeug TLF-A 2000 (Baujahr 2006)
Das Tanklöschfahrzeug TLF-A 2000 (Baujahr 2006)
2021

2021 brachte 25 Einsätze, darunter drei große Brände. Am 16. Juni rückte die Wehr mit 14 Mann zum Lagerhallenbrand in Waldburg (Alarmstufe 2), in der Nacht des 24. Juni gab es nach einem Unwetter mit Hagel sieben Einsätze, am 15. August brannte ein Traktor samt Ballenpresse neben dem Sportplatz. Am 7. Dezember kam es kurz nach Mitternacht zu einem Dachstuhlbrand im Ortszentrum: Mit 11 Feuerwehren und 110 Mann, 15 Atemschutztrupps und dem Atemschutzfahrzeug aus Ottensheim gelang es, ein Übergreifen auf die angebauten Häuser zu verhindern; das Löschwasser wurde aus dem Freibad, dem Schlossteich und den Langteichen herangeführt.

Bei der Herbstübung am 16. Oktober durchbrach die Übungsannahme ein PKW den Wintergarten des Gasthauses Kreuzer (3 Schwer- und 14 Leichtverletzte, gespielt von der Feuerwehrjugend; mit dem Roten Kreuz). Am 22. Oktober legten zwei Gruppen in Schenkenfelden erstmals die Leistungsprüfung Branddienst ab. Mit dem „Tag der Feuerwehr“ im Juli gewann die Jugendgruppe acht neue Mitglieder. Die Spenden der Friedenslichtaktion wurden an eine Reichenthaler Familie übergeben. Neu angeschafft wurden unter anderem ein Wasser-Schmutzsauger, Planen und Vorräte für Blackout und Sturmeinsätze. Die JHV am 2. April 2022 ehrte unter anderem Franz Baumgartner für 70 Jahre Mitgliedschaft.

Herbstübung 2021 beim Gasthaus Kreuzer
Herbstübung 2021 beim Gasthaus Kreuzer
Leistungsprüfung Branddienst in Schenkenfelden
Leistungsprüfung Branddienst in Schenkenfelden
Friedenslicht-Aktion der Feuerwehrjugend
Friedenslicht-Aktion der Feuerwehrjugend
Dachstuhlbrand im Ortszentrum, 7. Dezember 2021 – Löschangriff mit der Teleskopmastbühne. Foto: © TEAM FOTOKERSCHI.AT / BAYER
Dachstuhlbrand im Ortszentrum, 7. Dezember 2021 – Löschangriff mit der Teleskopmastbühne. Foto: © TEAM FOTOKERSCHI.AT / BAYER
Dachstuhlbrand, 7. Dezember 2021 – Atemschutztrupps stehen bereit. Foto: © TEAM FOTOKERSCHI.AT / BAYER
Dachstuhlbrand, 7. Dezember 2021 – Atemschutztrupps stehen bereit. Foto: © TEAM FOTOKERSCHI.AT / BAYER
Dachstuhlbrand, 7. Dezember 2021 – Löschwasserentnahme aus einem Teich. Foto: © TEAM FOTOKERSCHI.AT / BAYER
Dachstuhlbrand, 7. Dezember 2021 – Löschwasserentnahme aus einem Teich. Foto: © TEAM FOTOKERSCHI.AT / BAYER
Lagerhallenbrand in Waldburg (Alarmstufe 2, Einsatz der FF Reichenthal), 16. Juni 2021 – Löschwasser vom Löschbehälter. Foto: © TEAM FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR & PRIVAT
Lagerhallenbrand in Waldburg (Alarmstufe 2, Einsatz der FF Reichenthal), 16. Juni 2021 – Löschwasser vom Löschbehälter. Foto: © TEAM FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR & PRIVAT
Lagerhallenbrand in Waldburg, 16. Juni 2021 – Teleskopmastbühne und Löschfahrzeuge an der Straße. Foto: © TEAM FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR & PRIVAT
Lagerhallenbrand in Waldburg, 16. Juni 2021 – Teleskopmastbühne und Löschfahrzeuge an der Straße. Foto: © TEAM FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR & PRIVAT
Brand eines Traktors mit Ballenpresse neben dem Sportplatz, 15. August 2021. Foto: laumat.at/Gabriel Prammer
Brand eines Traktors mit Ballenpresse neben dem Sportplatz, 15. August 2021. Foto: laumat.at/Gabriel Prammer
2022

Mit 19 Einsätzen (126 Mannstunden) und wieder voll möglichem Übungsbetrieb (rund 220 Stunden) verlief das Jahr ruhiger. Im Jänner explodierte in einer Schlosserei eine Staplerbatterie: Die Kameraden kühlten sie in einem mit Wasser gefluteten Container ab. Dazu kamen Sturmeinsätze (Februar, April), eine Tierrettung (Katze im Lüftungsschacht, 20. August) und im Dezember die Bergung eines LKW im Eibensteinerholz. Im März gab die Feuerwehr ihre letzten analogen Funkgeräte ab, Daniel Artmayr übernahm im Frühjahr als Lotsen- und Nachrichtenkommandant. Beim Adventmarkt im Mühlendorf waren 28 Lotsen im Einsatz (rund 4.000 Besucher).

Die Feuerwehrjugend trat erstmals bei Bewerben an: Zwettl an der Rodl, Eschlberg, Veitsdorf und der Landesbewerb in St. Peter am Wimberg. Mit 16 Jugendlichen und 169 Mitgliedern war die Wehr stabil. Wieder stattfinden konnten der Florianifrühschoppen (11. September) und der Ausflug zu Waldviertler Schuhen und Sonnentor (15. Oktober); die FF kaufte zudem einen 1.000-Liter-Dieseltank für Blackout-Szenarien.

Technische Nachtübung: Fahrzeugbergung
Technische Nachtübung: Fahrzeugbergung
Die Jugend beim Bewerb 2022
Die Jugend beim Bewerb 2022
Florianifrühschoppen 2022 – wieder nach der Corona-Pause
Florianifrühschoppen 2022 – wieder nach der Corona-Pause
2023

Bei der Jahreshauptversammlung am 18. März wurde das gesamte Kommando mit allen 36 Stimmen wiedergewählt; Ernst Lepschy erhielt den Ehrendienstgrad Ehren-Hauptbrandmeister, Daniel Weichselbaum die Bezirksfeuerwehrmedaille in Bronze. Zu den 21 Einsätzen (314 Mannstunden) zählten der schwere Wohnhausbrand in Stiftung am 6. Jänner (Alarmstufe 2, 12 Feuerwehren; für den Hausbesitzer kam jede Hilfe zu spät), LKW-Bergungen mit dem Kran der FF Bad Leonfelden und ein Verkehrsunfall mit zwei eingeklemmten Personen am 11. Oktober. Insgesamt investierten die Kameraden 890 Teilnehmerstunden in Übungen und Ausbildung.

Neu war der gemeinsam mit der FF Miesenbach übernommene Faschingsdienstag am Marktplatz. Zu den Höhepunkten zählten die Segnung der restaurierten Florianistatue bei der Florianimesse, der Wandertag (27. Mai), der Florianifrühschoppen (10. September) und der Ausflug ins Waldviertel (14. Oktober). Dominic Weichselbaum legte nach dem Aufbau der Jugendgruppe das Amt des Jugendbetreuers zurück; Martin Preslmayr, Herbert Preinfalk und Anton Aigner übernahmen. Die Jugend nahm am Mühlviertler Jugendlager in Bad Leonfelden teil (733 Jugendliche) und wurde beim Bewerb in Gramastetten Vierte.

Wohnhausbrand in Stiftung, 6. Jänner 2023 – Löschangriff auf das brennende Dach. Foto: HAW Herbert Denkmayr & OAW Sebastian Denkmayr, Pressestelle BFK Urfahr-Umgebung / OÖ. Landes-Feuerwehrverband
Wohnhausbrand in Stiftung, 6. Jänner 2023 – Löschangriff auf das brennende Dach. Foto: HAW Herbert Denkmayr & OAW Sebastian Denkmayr, Pressestelle BFK Urfahr-Umgebung / OÖ. Landes-Feuerwehrverband
Wohnhausbrand in Stiftung, 6. Jänner 2023 – Teleskopmastbühne im Einsatz. Foto: HAW Herbert Denkmayr & OAW Sebastian Denkmayr, Pressestelle BFK Urfahr-Umgebung / OÖ. Landes-Feuerwehrverband
Wohnhausbrand in Stiftung, 6. Jänner 2023 – Teleskopmastbühne im Einsatz. Foto: HAW Herbert Denkmayr & OAW Sebastian Denkmayr, Pressestelle BFK Urfahr-Umgebung / OÖ. Landes-Feuerwehrverband
Wohnhausbrand in Stiftung, 6. Jänner 2023 – Atemschutztrupp vor dem Gebäude. Foto: HAW Herbert Denkmayr & OAW Sebastian Denkmayr, Pressestelle BFK Urfahr-Umgebung / OÖ. Landes-Feuerwehrverband
Wohnhausbrand in Stiftung, 6. Jänner 2023 – Atemschutztrupp vor dem Gebäude. Foto: HAW Herbert Denkmayr & OAW Sebastian Denkmayr, Pressestelle BFK Urfahr-Umgebung / OÖ. Landes-Feuerwehrverband
LKW-Bergung mit dem Kran der FF Bad Leonfelden
LKW-Bergung mit dem Kran der FF Bad Leonfelden
Mühlviertler Jugendlager in Bad Leonfelden
Mühlviertler Jugendlager in Bad Leonfelden
2024

Der Höhepunkt war der Abschnittsfeuerwehrleistungsbewerb am 1. Juni 2024 am Sportplatz Reichenthal: 46 Aktivgruppen und 86 Jugendgruppen traten an, am Abend gab es einen Dämmerschoppen. Die Jugend belegte den 6. Rang in der 2. Liga, die neu gegründete aktive Bewerbsgruppe den 10. Rang; im Juli nahm sie in Bronze und Silber am OÖ. Landesbewerb in Peuerbach teil. Beim Bezirksbewerb in Feldkirchen holte die Jugend mit Platz 3 den ersten Pokal.

Bei 16 Einsätzen (147 Mannstunden) blieb die Wehr von schweren Ereignissen verschont. Am 1. Mai wurden Straßen nach einem Verkehrsunfall auf der B38 gesperrt, vom 14. bis 16. September forderte ein Starkregenereignis Pumparbeiten (Firma Condeli, Gemeindeberg, Pfarrberg). Wanderung (18. Mai, mit Führung durch das neue Feuerwehrhaus Miesenbach), Faschingsdienstag, Florianifrühschoppen (8. September) und Ausflug (28. September) blieben fester Bestandteil. Bei der Übung am 28. Juni bauten die Feuerwehren der Umgebung eine rund 2 Kilometer lange Löschwasserleitung vom Kettenbach Richtung Schwarzenbach auf. Ernst Lepschy und Leopold Weichselbaum wurden mit der Feuerwehr-Verdienstmedaille ausgezeichnet; die Zeitung erschien zum sechsten Mal.

Abschnittsbewerb 2024: Siegerehrung
Abschnittsbewerb 2024: Siegerehrung
Die Bewerbsgruppe beim OÖ. Landesbewerb in Peuerbach
Die Bewerbsgruppe beim OÖ. Landesbewerb in Peuerbach
Starkregen im September 2024
Starkregen im September 2024
2025

Mit nur 6 Einsätzen (35 Mannstunden) war es ein sehr ruhiges Einsatzjahr: ein Akkubrand eines Elektro-Lastenfahrrads, drei Brandmeldetäuschungsalarme und Wespennester. Dazu kamen Lotsendienste bei Perchtenlauf und Weihnachtsmarkt. Beim Marktfest „75 Jahre Markterhebung“ (27. bis 29. Juni) übernahm die Feuerwehr Lotsendienst, Parkplätze und eine Weinbar. Die Bezirks-Leistungsabzeichen der Feuerwehrjugend in Gold wurden am 5. April erstmals in Reichenthal abgenommen (96 Teilnehmer, drei Reichenthaler in Gold). Am 23. Mai absolvierte Daniel Weichselbaum in Linz das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold („Feuerwehrmatura“).

Zu den Übungen gehörten die Rettung unter einem 13 Tonnen schweren Mähdrescher, eine große Zugsübung mit Treibstoffanhänger und die Herbstübung in Böhmdorf. Die Jugendgruppe wuchs auf 24 Mitglieder, nahm an fünf Bewerben teil und besuchte das Bezirksjugendlager in Grünbach. Der zweitägige Ausflug (26. und 27. April) führte nach Niederösterreich und Wien (Seegrotte, Prater, Flughafen mit Flughafenfeuerwehr). Bei der Feuerlöscherüberprüfung am 27. September wurden rund 150 Löscher geprüft. Die siebente Ausgabe der Feuerwehrzeitung erschien in modernisiertem Layout; mit der App ELIS wurde ein neues Alarmierungssystem eingeführt. Mit 167 Mitgliedern blieb der Stand stabil.

Technische Übung: Rettung unter einem Mähdrescher
Technische Übung: Rettung unter einem Mähdrescher
Jugendausflug in den Jump Dome Linz
Jugendausflug in den Jump Dome Linz
Ausflug 2025 zur Flughafenfeuerwehr Wien
Ausflug 2025 zur Flughafenfeuerwehr Wien
2026Heute

Die Jahreshauptversammlung fand am 14. März statt: eine Jugendliche wurde in den Aktivstand übernommen, acht Jugendliche wurden angelobt, Bürgermeisterin Karin Kampelmüller und Bezirksfeuerwehrkommandant Johannes Enzenhofer überreichten die Ehrungen. Die Friedenslichtaktion fand wieder großen Anklang, der Faschingsdienstag am Marktplatz fand wieder statt. Im Frühjahr kam ein neuer Anhänger, das Kommandofahrzeug wurde umgebaut und neu beklebt, vor dem Feuerwehrhaus wurde ein Schaukasten montiert, in der Fahrzeughalle eine Stiege eingebaut. Die Gemeinde stellte bei der Schule einen neuen Löschbehälter (100 m³) fertig.

Im Sommer führte die Wehr ein Kinder- und Jugendschutzkonzept ein (Präventionsbeauftragter: Florian Kreuzer). Die Jugend veranstaltete „24 Stunden Feuerwehr“ und ein Kinderferienprogramm; beim Florianifrühschoppen am 6. September war das Haus wieder voll. Im Oktober absolvierten 14 Kameraden die Herbstübung (Annahme: Brand einer Service-Station, vermisste Personen); für den Ausflug am 17. Oktober meldeten sich 40 Teilnehmer, und die Feuerwehr bekam eine neue Website. Es folgen Adventmarkt (28./29. November) und Friedenslicht (23. Dezember).

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Das Zuhause der Wehr

Das neue Feuerwehrhaus

2013 – 2014

Bei der Zeughausinspektion und im Gespräch mit dem Land wird klar: Das Feuerwehr- und Musikhaus von 1978 ist baulich und räumlich nicht mehr zeitgemäß. Die Feuerwehr dokumentiert den Zustand (abbröckelnde Decke) und bittet die Gemeinde mit einem Brief um ein neues Depot. Eine Machbarkeitsstudie und ein Raumerfordernisprogramm folgen, im September 2014 stellt das Land klar: Nur ein Neubau kommt in Frage. Ein Komitee mit dem Kommando und externen Fachleuten wird gegründet, die Gemeinde übernimmt die Rolle der Bauträgerin.

2015

Mit Architekt Pointner und Baumeister-Verträgen, die von Wilhelm Reisinger und Rupert Ritirc geprüft werden, nimmt das Projekt Form an. Das Land sagt die Waschbox zu, im September wird der Vorentwurf präsentiert. Am 17. September wird der Spatenstich gefeiert, am 14. Dezember findet die Bauverhandlung statt.

2016

Die Ausschreibung ergibt Angebote, der Gemeinderat beschließt Mehrkosten, das Haus wird um 57 m² kleiner. Die Feuerwehr verpflichtet sich zu einer großen Eigenleistung – Heizung, Elektro und Spenglerarbeiten übernehmen Kameraden selbst. Nach der Bauverhandlung am 6. September beginnt der Bau in der Kalenderwoche 39.

2017

Rohbau, Fenster, Tore und Innenputz werden fertig, es folgen Estrich, Fußbodenheizung, Akustikdecke, Fliesen und Möblierung (Küche und Geräte von FM Küchen). Bereits im Frühjahr haben die Kameraden über 1.000 Stunden mitgearbeitet.

2018

Am 11. August übersiedelt die Feuerwehr, am Wochenende um den 9. September wird das Haus mit dem Fest „FIREFIST“, Festakt und Feldmesse eröffnet. Das neue Haus bietet Fahrzeughalle mit Waschhalle, Werkstätte, Schlauchturm, Umkleiden mit Spinden, einen Schulungsraum, ein Kommandozimmer sowie Küche und Gemeinschaftsräume. Ein Notstromaggregat sichert die Versorgung, das Gebäude kann im Katastrophenfall auch der Bevölkerung als Notquartier dienen. Das alte Depot wird ausgeräumt und der Abbruch im Herbst weitgehend abgeschlossen.

2019 – heute

Im Sommer 2019 wird abgerechnet – das Projekt bleibt im geplanten Finanzrahmen. Land OÖ, Marktgemeinde und Feuerwehr (mit rund 2.500 Arbeitsstunden) haben es gemeinsam gestemmt. Das Haus ist seither Mittelpunkt des Feuerwehrlebens: Übungen, Schulungen, Frühschoppen, Funkübungen, Helferfeste anderer Vereine und die Räume für die Feuerwehrjugend finden hier statt. Die Wehr stellt das Haus auch anderen Vereinen und den Nachbarfeuerwehren zur Verfügung.

Das neue Feuerwehrhaus

Vom ersten Gedanken 2013 bis zur Übersiedlung am 11. August 2018 vergingen fünf Jahre. „Am Anfang stand nur ein Traum“, schrieb die Feuerwehr 2020 in ihrer Zeitung – Land, Gemeinde, Kameraden und Bevölkerung (Haussammlung) machten ihn wahr.

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In Zahlen

Einsätze und Mitglieder

Einsätze pro Jahr

2013183 Brand · 15 technisch
201919
202032
202125332 Std.
202219126 Std.
202321314 Std.
202416147 Std.
2025635 Std.

Std. = geleistete Einsatzstunden aller Kameraden

Mitglieder (jeweils am 31.12.)

2012180
2014175
2016171
2017168
2018163
2019163
2020163
2021168
2022169
2023169
2024166
2025167

Ende 2025: 80 aktiv · 63 Reserve · 6 einsatzberechtigt · 18 Jugend

Hinweis: Für 2014 bis 2018 liegen keine vollständigen Einsatzstatistiken vor. Bei Brandmeldeanlagen-Täuschungsalarmen (zum Beispiel Fa. Hochreiter) sind es 2019 bis 2022 jährlich 2 bis 6 Alarme.

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Fahrzeuge und Geräte

Ausrüstung seit 2013

2013 – 2017

Neue Funkgeräte, ein Hubwagen und Überwurfwesten (2013), Tauchpumpen, Schläuche und Einsatzbekleidung gehören zur laufenden Erneuerung. 2016 wird die Wärmebildkamera in Dienst gestellt, im Februar 2017 folgt eine Schulung für die Nachbarfeuerwehren. Der alte Spritzenwagen von 1928 geht als Leihgabe an das Mühlenmuseum.

2018

Ein Gasspürgerät, 20 neue Helme (in zwei Etappen) und ein 50-kVA-Notstromaggregat für das neue Haus werden beschafft. Der Gefahren- und Entwicklungsplan legt die Zukunft des Fuhrparks fest: Dem Pflichtbereich der Klasse 2 stehen ein TLF-A und ein Kommandofahrzeug zu, das LFB wird nicht mehr nachgekauft.

2020 – 2022

Am 1. Juni 2020 wird auf Digitalfunk umgestellt (Land und Bund fördern die Standardausrüstung), im März 2022 werden die letzten analogen Geräte abgegeben. Im Zeichen von Sturm, Hochwasser und Blackout-Vorsorge kommen ein Wasser-Schmutzsauger, Planen, Sandsäcke, Treibstoffvorräte und ein 1.000-Liter-Dieseltank dazu; das LFB bekommt eine neue Motorsäge.

Das Kommandofahrzeug (Renault, Baujahr 2000, Eigenumbau)
Das Kommandofahrzeug (Renault, Baujahr 2000, Eigenumbau)

2023 – 2026

Bei den Fahrzeugen stehen größere Reparaturen (TLF 2024), neue Reifen (LFB) und das Servicieren der Notstromaggregate an. 2025 werden zwei Hebekissen mit Steuergerät angeschafft, die kein festes Prüfintervall mehr haben, dazu kommt die Alarmierungs-App ELIS. 2026 folgen ein neuer Anhänger, der Umbau und die neue Beklebung des Kommandofahrzeuges, eine Stiege in der Fahrzeughalle und – von der Gemeinde – ein neuer Löschbehälter (100 m³) bei der Schule.

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Mehr als Einsätze

Feuerwehrleben

Veranstaltungen

Neben den Übungen prägen jedes Jahr feste Termine das Feuerwehrleben: Kartlabend im Februar, Florianimesse im Mai (2023 mit der Segnung der restaurierten Florianistatue), Wandertag, Fronleichnam, der Florianifrühschoppen im September (seit 2015, ab 2017 im neuen Feuerwehrhaus) und der Feuerwehrausflug. Dazu kommen der Punsch- und Lotsendienst beim Adventmarkt im Mühlendorf und seit 2023 der Faschingsdienstag am Marktplatz gemeinsam mit der FF Miesenbach.

Die Ausflüge führten unter anderem in die Steiermark (2014), nach Passau (2015), nach Wien und Schönbrunn (2017), zum Kraftwerk Ybbs-Persenbeug (2019), ins Waldviertel (2022, 2023) und 2025 für zwei Tage nach Niederösterreich und Wien. Tradition ist auch das Aufstellen des Feuerwehrstorchs bei Familiennachwuchs.

Florianifrühschoppen 2025
Florianifrühschoppen 2025
Feuerwehrwandertag 2025
Feuerwehrwandertag 2025
Feuerwehrausflug 2019: Weinverkostung
Feuerwehrausflug 2019: Weinverkostung
Faschingsdienstag 2024 am Marktplatz
Faschingsdienstag 2024 am Marktplatz
Ausflug 2025: Einkehr im Wiener Prater
Ausflug 2025: Einkehr im Wiener Prater

Die Feuerwehrjugend

2013 zählte die Jugend 5 Mitglieder, 2016 war keine Jugendgruppe mehr aktiv. 2018 fiel der Entschluss „Jugend neu“: Schulbesuche, Vorträge, Schauübungen, ein „Tag der Feuerwehr“ im Ferienprogramm und neue Uniformen. Unter Jugendbetreuer Dominic Weichselbaum wuchs die Gruppe bis 2022 auf 16 Mitglieder; ab 2022 nahm sie an Bewerben teil. 2023 übernahmen Martin Preslmayr, Herbert Preinfalk und Anton Aigner, 2025 Wolfgang Mayr. Heute zählt die Jugendgruppe 24 Mitglieder.

Fixpunkte sind die Erprobungen, der Wissenstest, das Feuerwehrjugendleistungsabzeichen, der Jugendlager, die Friedenslichtaktion am 23. Dezember und die Bewerbssaison, in der die Jugend gemeinsam mit der FF Stiftung trainiert.

Jugendbewerb 2022
Jugendbewerb 2022
Jugendbewerb 2024: Siegerehrung
Jugendbewerb 2024: Siegerehrung
Friedenslicht 2025
Friedenslicht 2025
Bezirksjugendlager in Grünbach 2025
Bezirksjugendlager in Grünbach 2025
Wissenstest 2025
Wissenstest 2025
Die Jugendgruppe 2025
Die Jugendgruppe 2025

Öffentlichkeitsarbeit

Seit 2019 informiert die Feuerwehrzeitung jedes Jahr alle Haushalte über Einsätze, Übungen und Jugendarbeit; die Spenden der Leser kommen der Jugend und neuer Ausrüstung zugute. Die Wehr nutzt außerdem Facebook, seit 2026 eine neue Website, den Tag der Feuerwehr im Ferienprogramm, Schulräumungsübungen mit Fettbrand-Demonstration und die Feuerlöscher-Überprüfung (alle zwei Jahre im Feuerwehrhaus: 2019, 2021, 2023, 2025) als Gelegenheit, mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen.

Tag der Feuerwehr 2022
Tag der Feuerwehr 2022
Tag der Feuerwehr 2024: Kran der FF Bad Leonfelden
Tag der Feuerwehr 2024: Kran der FF Bad Leonfelden
Schulräumungsübung 2025
Schulräumungsübung 2025
Fettbrand-Demonstration
Fettbrand-Demonstration
Feuerlöscher-Überprüfung 2025 mit Löschsimulator
Feuerlöscher-Überprüfung 2025 mit Löschsimulator

Ausbildung und Übungen

Monatsübungen, Zugsübungen, Atemschutzübungen, Funkübungen und die jährliche Herbstübung im Pflichtbereich mit den Feuerwehren Stiftung und Miesenbach halten die Wehr einsatzbereit. Bewährt haben sich die Leistungsprüfungen: Technische Hilfeleistung (2014, 2019), erstmals Branddienst (2021), Funkleistungsabzeichen (2015, 2021–2024) und das Feuerwehrleistungsabzeichen (2024 Silber, 2025 Gold). Seit 2024 gibt es wieder eine aktive Bewerbsgruppe.

Herbstübung bei der Firma Hochreiter
Herbstübung bei der Firma Hochreiter
Leistungsprüfung Branddienst 2021
Leistungsprüfung Branddienst 2021
Zugsübung 2025: Menschenrettung
Zugsübung 2025: Menschenrettung
Herbstübung 2025: lange Schlauchleitung
Herbstübung 2025: lange Schlauchleitung
Atemschutzübung 2022
Atemschutzübung 2022

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Chronik des Kommandos

Wer die Feuerwehr geführt hat

Kommandanten

Alois Pöhringer1967 – 1976
Franz Baumgartner1976 – 1988
Ing. Rupert Ritirc1989 – 1992
Josef Oßberger1992 – 2008
Andreas Gierer2008 – 2018
Daniel Weichselbaumseit 2018

Kommandanten-Stellvertreter

Franz Frauenhuber1976 – 1983
Ing. Rupert Ritirc1983 – 1989
Josef Oßberger jun.1989 – 1993
Mag. Rupert Ritirc1993 – 2008
Gerhard Pötscher2008 – 2018
Herbert Preinfalkseit 2018

Schriftführer

Karl Leitner1974 – 1988
Mag. Rupert Ritirc1988 – 1993
Josef Tröbinger1993 – 2013
Dominik Hainzl2013 – 2018
Rudolf Hainzlseit 2018

Kassenführer

Robert Wirthl1958 – 1988
Leopold Walchshofer1988 – 2003
Jürgen Hainzl2003 – 2013
Martin Preslmayr2013 – 2018
Lukas Preinfalkseit 2018

Gerätewarte

Josef Oßberger1983 – 2005
Andreas Fuka / Herbert Preinfalk2005 – 2018
Philipp Wagnerseit 2018

Jugendbetreuer

Daniel Weichselbaumbis 2018
Dominic Weichselbaum2018 – 2023
Martin Preslmayr / Herbert Preinfalk / Anton Aigner2023 – 2025
Wolfgang Mayrseit 2025

Das Kommando 2026

KommandantHBI Daniel Weichselbaum
Kommandant-StellvertreterOBI Herbert Preinfalk
SchriftführerBI d.F. Rudolf Hainzl
KassierBI d.F. Lukas Preinfalk
ZugskommandantBI Karl Alexander Höllinger
Lotsen- und NachrichtenkommandantBI Daniel Artmayr
GerätewartBI d.F. Philipp Wagner
Gerätewart-VertretungBI d.F. Peter Trimborn

Weitere Funktionen 2026

Gruppenkommandant TLF 1HBM Thomas Oßberger
Gruppenkommandant TLF 2HBM Martin Ortner
Gruppenkommandant LFBHBM Dominic Weichselbaum
JugendbetreuerOBM d.F. Wolfgang Mayr
Feuerwehrmedizinischer DienstHBM d.F. Daniel Kreuzer
AtemschutzwartHBM Andreas Gierer
Atemschutzwart-StellvertreterLM Florian Kreuzer
Atemschutzwart-StellvertreterHBM d.F. Christian Schelch

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Erinnerung und Dank

Zum Gedenken

Zum Gedenken

2013: Rudolf Hainzl, Konrad Nimmervoll, Franz Koblbauer · 2014: Franz Lengauer, Josef Fürlinger

2015: Josef Fürlinger, Gottfried Seiberl, Josef Katzmaier · 2017: Alois Wiesinger, Josef Moosbauer

2018: Karl Schauer sen., Alois Lang, Norbert Hainzl · 2019: Karl Gutenbrunner

2020: Adolf Heumader, Johann Weichselbaum, Gottfried Stupka, Rainer Tröbinger

2021: Karl Pirklbauer, Anton Leitner, Franz Bräuer, Leopold Walchshofer sen. · 2022: Karl Schauer, Franz Josef Umdasch

2023: Karl Prungraber, Anton Preinfalk · 2024: Herbert Preinfalk sen., Adolf Wegerbauer, Karl Jaksch, E-OBR Hubert Pargfrieder

2025: Franz Baumgartner, Johann Mülleder, Martin Preslmayr, Leopold Reindl, Hermann Rittirsch, Walter Ruckendorfer

Ihr Wirken soll uns Ansporn sein für die Hilfeleistung – zum Wohle der Nächsten.

Danke an …

  • die Marktgemeinde Reichenthal, die ihre Feuerwehren trotz schwieriger Finanzlage unterstützt, und das Land Oberösterreich für die Förderung des Feuerwehrhauses.
  • die Bevölkerung für die Spenden bei der Feuerwehrzeitung und beim Friedenslicht sowie für ihren Besuch bei unseren Veranstaltungen.
  • die Feuerwehren Stiftung und Miesenbach für die Zusammenarbeit im Pflichtbereich.
  • alle Kameradinnen und Kameraden, die rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, bereit sind, zu helfen.

Quellen: Protokolle der Kommandositzungen und Jahreshauptversammlungen, Feuerwehrzeitungen 2019–2025 (Stand: Oktober 2026). Bildnachweis: Fotos der FF Reichenthal (Feuerwehrzeitungen, Festschrift 2013). Die Einsatzfotos stammen von TEAM FOTOKERSCHI.AT (Dachstuhlbrand 2021, Lagerhallenbrand Waldburg 2021), von laumat.at/Gabriel Prammer (Traktorbrand 2021) und von der Pressestelle des Bezirks-Feuerwehrkommandos Urfahr-Umgebung (Wohnhausbrand Stiftung 2023); die Urheber sind jeweils bei den Bildern genannt.

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